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  • AutorenbildMeike Strohbach

Alexander-Technik für Musizierende und Singende - wie leichtläufiger & ausdrucksstärker musizieren?





Eigentlich ist es kein neues Bewusstsein, sondern ein ganz altes, das wir als wir als Kinder nutzten, um laufen zu lernen oder uns überhaupt im Leben zurecht zu finden, wo ja alles neu und aufregend war. Gedanken in Worten spielten noch nicht die Rolle, sondern wir waren neugierig uns etwas Unbekanntes zu erschließen. Wir haben uns im Raum umgeschaut, um zu sehen, was passiert. Diese Wachheit impliziert eine Bewegungsbereitschaft, die uns schnell ohne viel Aufwand präzise Bewegungen ausführen lässt. Bewegungen werden dann aus einem Gehirnareal gesteuert, dass das besser kann als wenn wir mit viel Mühe und Anspannung "etwas richtig machen wollen". Das heißt also mit der bloßen Mühe und Idee unseren Körper müssten wir nur "befehlen" oder "trainieren" kommen wir nicht wirklich an diese Mühelosigkeit heran. Vielmehr lernen wir uns Selbst im Alltag auf neue Weise Aufmerksamkeit zu schenken. Wir achten darauf, wie wir uns bewegen und mit Reizen umgehen. Also geht es darum wie verbunden wir im Moment mit dem sind was wir tun und wie wir es tun. Nur den gedanklichen Befehlen hinterher rennen: jetzt dies, dann das etc. reicht da nicht aus.

Für das Singen und Musizieren bedeutet das Folgendes : Wenn wir denken, dass "ein schöner Ton rauskommen soll" "es nicht zu laut, gepresst etc. werden darf", wird der Körper auf solche Gedanken unbewusst mit Anspannungen reagieren. Es handelt sich um parallele Gedanken oder Wünsche zusätzlich zu der eigentlichen Aktivität, denen wir uns quasi "unterordnen" sollen. Zudem ist es möglich sich emotional von der Musik "wegtragen zu lassen" - quasi auf unsere Töne mit einem Gedanken und extra Gefühl zu reagieren. Und dann ist ein Teil der Aufmerksamkeit nicht meh in der bei der momentanen Ausführung der Musik und im Körper. Damit ergeben sich Spannungsmuster, die unterhalb unserer Wahrnehmungsschwelle liegen.

In der Alexander-Technik lernen wir ersteinmal, wo wir übermäßig anspannen. Dann geht es darum, wie wir diese Anspannungsmuster unterbrechen und anstelle dessen Zugang zu natürlichem Balancieren und Aufrichten bekommen. Dann fließt der Atem automatisch freier . Diesen Zugang zu freier Balance und Bewegungsbereitschaft vertiefen wir in unserem Alltag. Und das lässt sich auf das Musizieren und Singen übertragen.

In meinen Kursen und der Einzel-Arbeit erkennen wir, wie wir uns selbst im Weg stehen und was es braucht, um sukzessive eine Grundbalance im Sitzen und Stehen zu erarbeiten. Dann arbeiten wir mit einfachen Bewegungen und erleben durch mentales Stoppen, wie sich der Körper von selbst natürlich organisiert. Durch sanfte manuelle Berührung als bewusste Erinnerung bekommen wir ein immer klareres Körperbild und erfahren eine Beweglichkeit, die innerlich aufatmen lässt. Damit einher geht eine Klarheit und Leichtigkeit in der Ausführung von jeglicher Bewegung. Das ist so als wenn wir wieder mit uns verbunden sind und der Welt aus einer inneren Zentrierung heraus begegnen. Dann können wir auch in stressauslösenden Situationen innehalten und anstelle schnell und automatisch bewusster reagieren.

Damit wird klar, dass die Alexander-Technik ein Bewußtwerdungsprozess ist, der sich konkret auf den Körper und seine Art und Weise bezieht, wie wir auf Gedanken reagieren. Körper und Gedanken lassen sich also nicht trennen. Durch das Loslassen von gewohntem Steuerungswillen (durch Gedanken oder bis dato unbewusste Muster) erfahren wir also eine Verbundenheit mit dem atmenden, sich aufrichtendenden Körper. Und daraus können wir in jegliche Aktivität ohne Umwege präzise Ausführen. Es fühlt sich dann vielleicht ungewohnt an. Dennoch wird mit der Zeit immer klarer, dass diese Art des mit sich selbst Seins Leichtigkeit, Gelassenheit und Klarheit bringt.

Für das Singen bedeutet das, dass Balance und Aufmerksamkeit so übereinanderwirken, dass wir mühelose Klang nach unserem Wunsch formen und der Atem sich leicht regulieren lässt. Für das Musizieren ist es ähnlich: Unser sich aufrichtender Rumpf mit visueller Raumpräsenz unterstützt leichte Bein,- Arm- und Fingerbewegungen und die Fähigkeit die Musik nach unseren Vorstellungen im Moment neu zu formen.




Ich lade herzlich dazu ein, diese neue Körpererfahrung zu machen. Als ich die Alexander-Technik kennen lernte, dachte ich daran: Aha, das ist etwas um mein Klavierspiel zu verbessern. Aber: es ging ersteinmal um etwas anderes, die Eigene Zentrierung und Verbindung und mehr in meiner eigenen Mitte zu bleiben. Aus diesem Erlebnis heraus wurde das Musizieren leichter. Im Laufe der Jahre entwickelte ich Anwendungsmöglichkeiten, die schon durch kleine Veränderungen der Aufmerksamkeit mehr Leichtigkeit und Klangvolumen ins Musizieren und Singen bringen. Ich freue mich jeden Tag, dieses Erleben in Workshops und Einzelcoachings neu zu vermittlen. Was gibt es schöneres, als das Klangerlebnis von Innen und Aussen als leicht und verbunden zu erleben? Auch mit dem Publikum?


Mein Name ist Meike Strohbach. Ich gebe die Alexandertechnik seit 17 Jahren weiter. Für Singende und Musizierende oder Vortragende gebe ich gern Workshops oder berreichere Ihre Masterclass. Hier in Berlin können Sie Einzelstunden nehmen oder an Wochenendkursen teilnehmen. 3 mal jährlich gebe ich auch eine ganze, vertiefende Bildungszeitwoche. Online Unterricht ist nach Absprache möglich.


Sie können mich unter alexandertechnik@meikestrohbach.de erreichen und folgend mehr zum Thema Alexander-Technik für Musiker und Sänger erfahren: Link


Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!


Meike Strohbach






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